Gesprächs- und Unterstützungsangebot für ehemalige Heimkinder

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Schreiben wenden wir uns an alle, die in der Stiftung St. Anna, Leutkirch als Kind bzw. Jugendliche/r im Zeitraum von 1949 bis 1975 untergebracht waren.

Wir wissen, dass es auch in der Stiftung St. Anna Situationen gab, die für einige von Ihnen in keiner guten Erinnerung geblieben sind, weil Ihnen Unrecht in Form von Gewalt und/oder sexuellem Missbrauch widerfahren ist.

Sofern Sie selbst von Gewalt und/oder sexuellem Missbrauch betroffen waren, möchten wir Sie ermutigen sich zu melden, damit das geschehene Unrecht als Solches wahrgenommen wird und Sie Unterstützung erhalten, um mit den Folgen besser leben zu können. Sie können sich aber auch gern an uns wenden, wenn Sie Unrecht wahrgenommen haben, was jemand anderem/r gegolten hat oder wenn Sie uns Ihre guten Erfahrungen schildern möchten.

Deswegen möchten wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten anbieten und Sie ermuntern, sich zu melden:

1. Sie können direkt mit folgenden Ansprechpartnern Kontakt aufnehmen.

Wir hören Ihnen zu und suchen gegebenenfalls mit Ihnen nach Wegen der Unterstützung. Wir sind wie folgt zu erreichen:

Herr Michael Lindauer, 07561 824-0 oder michael.lindauer@stiftung-st-anna.de

Sr. Anna-Luisa: 07393-300 oder sr.anna-luisa@untermarchtal.de

Herr Daniel Noa und Frau Gerburg Crone: 0800-4300400 oder www.caritas-gegen-missbrauch.de

2. Sie suchen nach Unterstützung durch den bundesweiten Heimkinderfonds.

Wie Sie der bundesweiten Presse im Juli entnehmen konnten, besteht für alle ehemaligen Heimkinder aus der Zeit von 1949 bis 1975 bundesweit nur noch bis 31. Dezember 2014 die Möglichkeit, aus dem Fonds Heimerziehung Unterstützungsbedarf anzumelden. Um Ansprüche geltend zu machen reicht es, wenn Betroffene sich an die vom Land Baden-Württemberg eingerichtete Anlauf- und Beratungsstelle in Stuttgart wenden. Für die fristgerechte Anmeldung bis zum 31. Dezember 2014 genügt eine formlose schriftliche Nachricht an die Anlauf- und Beratungsstelle mit Namen und Anschrift der bzw. des Betroffenen, zum Beispiel per Brief, Postkarte oder E-Mail. Möglich ist auch die Anmeldung "zur Niederschrift", hierzu können die Betroffenen persönlich in der Anlauf- und Beratungsstelle vorsprechen oder aber telefonisch mit ihr Kontakt aufnehmen. Nutzen Sie dazu die Nummern/email-Adressen der dortigen Beratungskräfte:

Frau Irmgard Fischer-Orthwein: 0711/900519-10 oder  fischer-orthwein@abh-bw.de

Frau Lea Rappmann: 0711/900519-13 oder rappmann@abh-bw.de

Frau Leena Schmeller-Müller: 0711/900519-11 oder schmeller-mueller@abh-bw.de

oder Herrn Thomas Mörsberger: moersberger@abh-bw.de

3. Sie suchen nach materieller Anerkennung Ihres Leides aus dem Bischoffonds wegen sexuellen Missbrauchs.

Für alle, die von sexuellem Missbrauch durch Kleriker, Ordensangehörige oder andere kirchliche Mitarbeitende betroffenen waren, gibt es die Möglichkeit, eine materielle Anerkennung ihres Leids über den Fonds der Diözesen zu beantragen, wenn andere Ansprüche aufgrund der gesetzlichen Verjährungsfristen nicht mehr genutzt werden können. Hierfür wenden Sie sich bitte an den Missbrauchsbeauftragten des Caritasverbandes Hr. Daniel Noa oder die Stabsstelle Prävention/Kinderschutz Fr. Gerburg Crone über die Nummer 0800 4 300 400 oder über die webbasierte Meldemöglichkeit über www.caritas-gegen-missbrauch.de.

Wir möchten Sie ermutigen, das Gespräch mit uns zu suchen und sichern Ihnen zu, dass wir Sie auf Ihrem Weg der Auseinandersetzung mit Ihren Erfahrungen nach bestem Wissen unterstützen und begleiten. Haben Sie den Mut, uns anzusprechen oder uns anzuschreiben oder sich an die unter Ziffer 2 und 3 genannten Adressen zu wenden!

Mit freundlichen Grüßen

 

Michael Lindauer

Stiftung St. Anna Gesamtleiter

Sr. Anna-Luisa Kotz

Zuständige des Ordens der Schwestern von Untermarchtal für Missbrauchsfälle

Daniel Noa

unabhängiger Missbrauchsbeauftragter des Caritasverbandes der Diözese Rottenburg-Stuttgart und in dieser Funktion für die Stiftung St. Anna zuständig

Gerburg Crone

Stabsstelle Prävention/Kinderschutz beim Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart und in dieser Funktion zuständig für die Aufarbeitung von Fällen und Qualitätsentwicklung von Prävention

 

 

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